IFS Broker – nun in der Version 3.1

Seit Ende Juni liegt der IFS Broker Standard in der aktualisierten Ausgabe vor. Viele der Neuerungen sind bereits aus der IFS Food Version 7 bekannt, und wurden nun auch in die weiteren IFS Standards übernommen, um den aktuellen GFSI Benchmarking Anforderungen gerecht zu werden.

Der Standard besteht unverändert aus 5 Teilen. Die neue Fassung ist ab dem 01. Oktober 2021 für alle Audits anwendbar und bringt in der Version 3.1 folgende wesentlichen Neuerungen mit:

Der Begriff Korrekturmaßnahme wurde konkretisiert und durchgängig im gesamten Standard geändert. Aus „Korrekturmaßnahmen“ sind „Korrekturen und Korrekturmaßnahmen“ geworden und der „Korrekturmaßnahmenplan“ heißt nun „Maßnahmenplan“.

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Online-Informationssystem für die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Die EU Kommision hat ein neues Werkzeug online gestellt, mit dem die erforderlichen Kennzeichnungselemente für Lebensmittel innerhalb der EU abgefragt werden können. Das Tool nennt sich FLIS – Food Labelling Information System bzw. auf deutsch Informationssystem für die Kennzeichnung von Lebensmitteln.

Nach Auswahl der Sprache lässt sich eine Lebensmittelkategorie auswählen für die dann die Pflichtkennzeichnungselemente (Mandatory) aufgelistet werden sowie in einer separaten Übersicht die ggf. weiterhin erforderlichen Kennzeichnungselemente (All foods – Conditionally mandatory). Zu jedem aufgeführten Kennzeichnungselement wird die jeweilige Rechtsquelle angezeigt.

Hier finden Sie den Link.

IFS Food Version 7 – die Neuerungen

Die seit langem erwartete neue Fassung des International Featured Standard (IFS) Food wurde am 1. Oktober 2020 veröffentlicht und liegt nun als Version 7 vor. Ab März 2021 können Audits danach durchgeführt werden und ab Juli 2021 ist die neue Version dann verpflichtend anzuwenden.  

Ziel der Aktualisierung war es, die Nutzbarkeit für den Anwender in der Industrie zu vereinfachen, z. B. durch die Konkretisierung von Definitionen (Anlage 12, Glossar), durch die Überarbeitung der Formulierungen der Anforderungen zur besseren Verständlichkeit sowie durch Straffung der Anforderungen (15 % weniger als in Version 6.1).

Der Standard besteht unverändert aus 4 Teilen, d. h.:

  • Teil 1 – IFS Food Zertifizierungsprotokoll
  • Teil 2 – Liste der IFS Food Assessmentanforderungen
  • Teil 3 – Anforderungen an Akkreditierungsstellen, Zertifizierungsstellen und Auditoren – IFS Akkreditierungs- und Zertifizierungsverfahren
  • Teil 4 – Berichtswesen, Software auditXpressXTM und IFS Datenbank
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FSSC 22000

FSSC Version 5.1

Der FSSC hat Anfang November 2020 die Version 5.1 veröffentlicht, um die aktuellen GFSI Benchmarking Requirements 2020 zeitnah in den eigenen Standard aufzunehmen.
Die wesentlichen Änderungen sind die Anpassung der Anforderungen in Bezug auf die Zertifizierung an mehreren Standorten, das Produktdesign und die Produktentwicklung sowie die Lebensmittelsicherheitskultur.
Die Anforderungen zur Lebensmittelsicherheitskultur erfüllt die FSSC Version 5 bereits, da diese über die neue Version der ISO 22000:2018 erfüllt werden. Der FSSC hat nun ein Guidance-Dokument veröffentlicht, in dem dargelegt wird, wie die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheitskultur in der aktuellen Version des Standards erfüllt werden.

Die sogenannten Additional Requirements (Part 2, Nr. 2.5) wurden in der Version 5.1 auf 15 Anforderungen erweitert. Hier finden sich nun auch Forderungen zu Management von Dienstleistungen und gekauften Materialien (2.5.1), Lagerung und Lagerhaltung (2.5.10), Gefahrenkontrolle und Maßnahmen zur Vermeidung von Kreuz-Kontaminationen (2.5.11), PRP Verifizierung (2.5.12), Produktentwicklung (2.5.13), Gesundheitsstatus (2.5.14, nur anwendbar für Kategorie D = Feed) und Anforderungen für Organisationen mit Multi-Site-Zertifizierung (2.5.15).

Der aktuelle Standard sowie die verschiedenen Guidance-Dokumente stehen zum Download auf der FSSC Webseite (www.fssc22000.com) zur Verfügung.

IFS Food – Verpflichtung zu unangekündigten Audits

Der IFS Food Standard ist, wie auch der BRC und FSSC 22000 und diverse weitere Standards, ein GFSI anerkannter Standard. Die Global Food Safety Initiative ist eine Organisation die unter anderem Anforderungen an Zertifizierungssystem stellt, diese sind in sogenannten GFSI Benchmarking Requirements festgeschrieben. In der aktuellen Version 2020 sind auch die Anforderung bezüglich der Verpflichtung zu unangekündigten Audits aktualisiert worden. Es besteht nun die Vorgabe zur Durchführung von unangekündigten Audits mindestens alle 3 Jahre.

Der IFS hat diese Anforderung im August 2020 in der aktuellen Fassung der IFS Doctrine aufgenommen, die ebenso wie die Anforderungen des IFS Food Standards berücksichtigt werden muss. Das bedeutet, dass ab dem 01.01.2021 mindestens alle 3 Jahre ein IFS Food Audit unangekündigt erfolgen muss. Informationen zur Anmeldung, Durchführung sowie zum Ablauf eines unangekündigten Audits finden Sie im IFS Food Standard in Kapitel 5, bei ihrer Zertifizierungsgesellschaft oder auch hier.

Remote-Audit bei IFS Broker Version 3

Seit Mitte September 2020 sind beim IFS Broker Remote-Audits zulässig. Eine Remote-Auditierung ist freiwillig und muss bei der Zertifizierungsstelle beantragt werden. Die Zertifizierungsstelle muss daraufhin eine Risikobewertung hinsichtlich der Durchführbarkeit und Effektivität des Audits erstellen. Diese umfasst unter anderem, ob das zu auditierende Unternehmen und der Auditor Zugang zur Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) haben.

Wenn die Risikobewertung positiv ausfällt, muss eine schriftliche Vereinbarung zur Durchführung des Remote-Audits getroffen werden, die auch datenschutzrechtliche und technische Anforderungen umfasst.

Anschließend kann das Audit durchgeführt werden. Auf dem Deckblatt des Auditberichts wird allerdings deutlich darauf hingewiesen, dass das Audit remote durchgeführt wurde.

Auditoren müssen für diese Art des Audits eine zusätzliche Onlineschulung absolvieren, um Remote-Audits durchführen zu dürfen.

Festgelegt sind all diese Dinge im Audit Protokoll für Remote-Audits nach IFS Broker Version 3, das auf der Webseite des IFS in englischer Sprache zu finden ist.

IFS Food – Version 7

Der IFS hat die neuen Daten für die Veröffentlichung der Version 7 des IFS Food bekannt gegeben. Demnach soll der Standard Anfang Oktober 2020 veröffentlicht werden. Ab März 2021 können Audits nach der Version 7 durchgeführt werden und ab Juli 2021 ist die neue Version dann verpflichtend anzuwenden.

IFS GMP Check – für die Dauer der Covid-19-Krise

Der IFS bietet für die Dauer der Covid-19-Krise einen sogenannten GMP Check an. Relevant ist dieser für Unternehmen, die Ihr reguläres IFS Audit aufgrund der Covid-19-Krise nicht durchführen können oder konnten.

Der IFS geht davon aus, dass es zu einem Engpass bei der Auditorenverfügbarkeit kommt, sobald die Auditierung wieder möglich sein wird. Dafür wurde nun der GMP Check eingeführt.

Diese 5-8 stündigen, unangekündigten vor Ort Check können IFS zertifizierte Unternehmen durchführen lassen, um die Einhaltung der Anforderungen an Hygiene und Lebensmittel-/Produktsicherheit zu demonstrieren und somit das Vertrauen in der Lebensmittelkette zu stärken. Es gibt auf der IFS Webseite einen Leitfaden zum GMP Check, der die Details regelt.

Der GMP Check erfolgt innerhalb einen Zeitfensters von 18 Wochen nach der Anmeldung und wird von Auditoren der zuständigen Zertifizierungsstelle durchgeführt. 10 Sperrtage plus Nichtbetriebszeiten werden dabei berücksichtigt.

Der Ablauf gestaltet sich ähnlich wie die Food Safety Checks . Die Bewertung der Einzelkriterien erfolgt mit „OK“, „nicht OK“, „KO“ und „Major“ und der gesamte GMP Check kann entweder „bestanden“ oder „nicht bestanden“ werden.

Das Ergebnis wird nach Abschluss in der IFS Datenbank hinterlegt und diejenigen die das Unternehmen dort als Favoriten hinterlegt haben, erhalten automatisch eine Benachrichtigung incl. Ergebnis.

Hier ist zu beachten, dass der GMP-Check eine eigenständige Lösung ist. Er ist nicht akkreditiert und wurde speziell nur für die Covid-19-Krise entwickelt.

Workshop zum Thema Konformitätsarbeit bei Lebensmittel-Kontaktmaterialien

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des QM-Stammtischs haben sich zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Workshop zur Konformitätsarbeit bei Lebensmittel-Kontaktmaterialien organisiert.

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IFS Broker, Version 3 – die Neuerungen

Der in 2009 eingeführte IFS Broker Standard wurde überarbeitet und ist Mitte Juni in der Version 3 veröffentlicht worden. Hier ein Überblick über die Neuerungen.

Basis für die neue Version ist die regelmäßige Prüfung des Standards auf Aktualität und der daraus resultierende Änderungsbedarf. Außerdem war die Angleichung / Abstimmung des Auditprotokolls mit den anderen IFS-Standards erforderlich, sowie die Aktualisierung gemäß der neuen Version des GFSI Guidance Document. Die Version 3 erfüllt nun die GFSI Benchmark Anforderungen für den Scope „N“ Broker/Agents (Version 7.2).

+ Struktur:

Der IFS Broker besteht in der Version 3 nun aus 5 Teilen, bisher waren es 4, denn die Variante des unangekündigten Audits wurde in die neue Version als Teil 5 aufgenommen:

Teil 1 – Auditbericht

Teil 2 – Liste der Anforderungen

Teil 3 – Anforderungen an Akkreditierungsstellen, Zertifizierungsstellen und Auditoren, IFS Akkreditierungs- und Zertifizierungsverfahren

Teil 4 – Berichtswesen, auditXpressTM Software und IFS Auditportal

Teil 5 – Auditbericht für unangekündigte Audits

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Leitlinien zur Abschätzung von MOSH/MOAH – Migration aus VPM

Der BLL (Bund für Lebenmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V.) stellt auf seiner Webseite ein Tool zur Vermeidung von Mineralöleinträgen aus Verpackungsmaterialien zu Verfügung. Dabei handelt es sich um das Ergebnis des Projekts der Gemeinschaftsforschung auf der Plattform des Forschungskreises der Deutschen Ernährungsindustrie (FEI). Die technische Leitlinie soll als Tool zur Vermeidung von Mineralöleinträgen der Lebensmittelwirtschaft helfen, MOSH/MOAH – Migration aus Verpackungsmaterialien besser abzuschätzen. Details zu diesem Projekt sowie den Downloadlink finden Sie hier.

Wieder da – IFS Food Safety Checks

Im März 2019 führt der IFS die unangekündigten Food Checks wieder ein, diesmal heißen sie allerdings IFS Food Safety Checks.

In einem eintägigen, unangekündigten Audit wird eine Auswahl der Anforderung des IFS Food Version 6.1 mit Schwerpunkt auf die Themen HACCP, Hygiene und Schädlingsbekämpfung auditiert. Dabei wird geprüft, ob das Unternehmen die Produkt- und Lebensmittelsicherheit bzw. -qualität im täglichen Betriebsablauf durch fortwährende Umsetzung der Anforderungen gewährleistet.

Die Regelungen sind ähnlich wie bei den früheren Food-Checks, d. h.

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Allergenmanagement – Interaktiver Leitfaden – Allergen Risk Review

Das sogenannte Allergen Bureau – eine Organisation der Lebensmittelwirtschaft in Australien und Neuseeland, die sich mit dem Thema Allergenmanagement beschäftigt – hat unter der Bezeichnung „Allergen Risk Review Website“ ein kostenloses Werkzeug in Form eines interaktiven Leitfaden online gestellt. Dieser dient zur Unterstützung beim Aufbau eines Allergenmanagementsystems. Es werden die verschiedenen Schritte von der Rohwarenbeschaffung bis zur Verpackung und Kennzeichnungskontrolle der Endprodukte betrachtet und hilfreiche Hinweise gegeben was alles berücksichtigt werden sollte.

Quelle: https://info.allergenbureau.net/infographic/

Details finden Sie unter https://info.allergenbureau.net/

BRC Version 8 erschienen

Die BRC Version 8 wurde Anfang August 2018 veröffentlicht und tritt im Februar 2019 in Kraft. Neuerungen sind z.B.:

  • Ergänzung der Anforderung für Zwischenfälle und Notsituationen (Rücknahme, Rückruf) bzgl. Cyber-Security (Kapitel 3.11.1)
  • Mehr Klarheit in Bezug auf die Anforderungen an ausgelagerte Prozesse (Kapitel 3.5.4)

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IFS Product Fraud Guideline (Food Fraud) erschienen

Der IFS hat seine Guideline zur Umsetzung der Food Fraud Anforderungen in die verschiedenen IFS Standards veröffentlicht. Das Dokument nennt sich IFS Product Fraud Guideline und soll helfen die Anforderungen zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug zu verstehen und umzusetzen. Bisher ist die Guideline in englischer Sprache erschienen und auf der Webseite des IFS kostenlos verfügbar. Weitere Sprachen sollen folgen.

Allergene in Lebensmitteln – CVUA – Bilanz 2017

Das CVUA Stuttgart hat die Ergebniss der Untersuchungen bzgl. Allergenen in 2017 für das Land Baden-Württemberg veröffentlicht. In 17 % der 4.982 untersuchten Proben wurden nicht deklarierte Allergene nachgewiesen. 7 % (352) der untersuchten Proben überschritten dabei den sogenannten Beurteilungswert. Bei dem Beurteilungswert handelt es sich um eine interne Bagatellgrenze des Untersuchungslabors der Lebensmittelüberwachung, der je allergen variiert. In der Regel führen diese Untersuchungsergebnisse zu keiner Beanstandung oder ziehen weiteren Maßnahmen nach sich. Details finden Sie hier.

Qualität von Druckluft im Lebensmittelbetrieb

Druckluftqualität im Lebensmittelbetrieb – Die VDMA 15390-2 – Druckluftreinheit – Teil 2: Typische anwendungsspezifische Reinheitsklassen gemäß ISO 8573-1:2010 und Anleitung zur Erzeugung und Überprüfung von entsprechenden Druckluftreinheiten für Anwendungen im Lebensmittel- oder Pharmabereich liegt nun vor.

Dieses VDMA Einheitsblatt hilft bei der Auswahl der richtigen Filterklassen zur Druckluftaufbereitung im Lebensmittelbetrieb.  Zu bestellen ist diese im Beuth Verlag.